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„(…)
Der wüsteste Sandsturm des hitzköpfigen, arabischen Frühlings blies
Iman mit der Unbeschwertheit eines Sandkorns ins Binnenland des
Sultanats Oman. Imans Innen- leben spiegelte die geographischen
Veränderungen wieder – oder war es exakt umgekehrt? Von einer lange
abwesenden Abenteuerlust gepackt, hielt er auf dem Weg in die Zentrale
in Maskat in der Oasenstadt Nizwa, zu Füßen des höchsten Bergmassivs
des omanischen Wüstenstaates. Trotz der auszehrenden Fahrt lockte
es Iman gleich nach der Ankunft hinter die Fassaden der Altstadt,
die von Burgmauern eingezäunt in einem Gebirgskranz ruhte. Der Neugier
einer Katze in nichts nachstehend, schnüffelte er um jede Ecke,
spähte hinter die allesamt grünen Fensterläden und es hätte gerade
noch gefehlt, dass er Purzelbäumchen schlagen würde. Danach war
es ihm ja! Welch gegensätzliches, leichtfüßiges Mittelalter Arabiens
sich, im Vergleich zum Jemen, mit dem Staub unter seinen Schuhsohlen
vermischte! Der entwurzelte Wanderer zwischen den Welten kehrte
in die Heimat seines potenziellen Seelenverwandten, des Seefahrers
Sindbad, ein. (…)“
aus „Das C11-Phänomen“ von Monika Sophia Winterstein
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